Kommunikation und Management

Buchempfehlungen der Rhetorik-Redaktion

06.09.2010
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Für Sie gelesen
Nutzen Sie das 20. Jahrhundert für Ihren Rede-Erfolg!

Die 7. Auflage des Buches "Die Kunst zu überzeugen - Faire und unfaire Dialektik" ist völlig überarbeitet und erweitert um die Themen: Beziehungsmanagement, Strategien für festgefahrene Situationen, Schlagfertigkeit sowie Small Talk. Überarbeitet wurden die grundlegenden Bausteine "rhetorische Aspekte" und "Fünfsatztechnik". Neu im Kapitel Einwandbehandlung sind Formulierungsbeispiele für Brückensätze, die unmittelbar umsetzbar sind. Das vorliegende Buch empfiehlt sich für Führungs- und Fachkräfte und für alle, die daran interessiert sind, ihre persönliche Überzeugungswirkung zu optimieren. Es beschäftigt sich praxisbezogen, systematisch und theoriegeleitet mit den Grundlagen erfolgreicher Argumentation und mit der Anwendung des dialektischen Know-hows in Präsentationen, Verhandlungen, Besprechungen und Gesprächen, bei Auftritten in Funk -und Fernsehen sowie in Diskussionsrunden und Debatten.
"Die Kunst zu überzeugen", Springer, ISBN 3-5404-3814-9, 27,95 EUR

 

Für Sie gelesen
Nutzen Sie das 20. Jahrhundert für Ihren Rede-Erfolg!

"Heute vor genau 50 Jahren, meine Damen und Herren, wurde der Schweizer Ferdinand Kübler überraschender Sieger der Tour de France. Vor einem Jahr wurde ein afrikanischer Monarch in Trittenheim an der Mosel zum Weinkönig gekürt. Und heute feiert Dustin Hoffman Geburtstag: Der Mann, der uns nicht nur in der "Reifeprüfung" verzaubert hat. Der heutige 8. August ist also ein ganz besonderer Tag."

Wenn Sie in Ihrer Rede auf Ereignisse der Vergangenheit (oder der Zukunft!) anspielen, ist Ihnen die Aufmerksamkeit Ihres Publikums gewiss. Aus diesem Grund finden Sie in jeder Ausgabe des Reden-Beraters in Kapitel C54 einen aktuellen Monatskalender.

Doch was tun, wenn Sie weitere Hintergrundinformationen benötigen oder wenn Sie sich (oder Ihren Zuhörern) im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von den Ereignissen verschaffen wollen? - Die "Chronik des 20. Jahrhunderts" aus dem Hause Bertelsmann listet auf 3 CD-ROMs mehr als 100.000 Ereignisse auf, enthält ca. 2.500 Bilder und Grafiken und ca. 120 Minuten Video und Animationen. Und tatsächlich: Wenn Sie die Fallen der gewöhnungsbedürftigen Oberfläche hinter sich gelassen haben, kommen Sie rasch an brauchbare Informationen und Anspielungen. Auch Internet-Adressen für die Online-Recherche werden genannt.

"Die Chronik des 20. Jahrhunderts", Bertelsmann Electronic Publishing, ISBN 3-577-11349-9, 50,11 EUR

 

Für Sie gelesen
Schlagfertig kontern

Mit Zwischenrufen beschäftigt sich der Psychologe und Kommunikations-Wissenschaftler Dieter Zittlau in seinem Buch "Schlagfertig kontern in jeder Situation". Seine Erfolgstipps für Redner:

  • Zwischenrufe sind grundsätzlich willkommen. Der Zwischenrufer fühlt sich immer im Recht (sonst würde er nicht dazwischenrufen). Bestätigen Sie einen akzeptablen Einwand durch freundliches Zunicken oder entsprechende Gestik.
  • Gehen Sie im weiteren Verlauf des Vortrags an Stellen, die den Einwand inhaltlich berühren, auf den Zwischenruf ein. Ergeben sich Übereinstimmungen, so heben Sie das verbal hervor "Wie der Kollege bereits zutreffend bemerkte..." oder "Hier greife ich den Punkt auf, den Sie (Gestik) vorhin erwähnten."
  • Wollen Sie den Zwischenrufer widerlegen, "frisieren" Sie das vorgebrachte Argument durch Hinzufügung oder Übertreibung wie: "Hier kann ich die Kritik des Kollegen noch verschärfen." Und: "Würde ich jetzt den Faden des Kollegen weiterspinnen, käme dabei heraus, dass alle Politiker lügen - das scheint mir doch eine sehr gewagte These zu sein!"
Dieter Zittlau: "Schlagfertig kontern in jeder Situation", Südwest Verlag, ISBN 3-517-07678-3, 15,95 EUR

 

Für Sie gelesen
Wenn Sie ein Unternehmenstheater engagieren wollen

Georg Schreyögg vom Institut für Management an der Freien Universität Berlin hat die Unternehmenstheater näher untersucht. Er ist überzeugt, dass sie einen wertvollen Beitrag zur Förderung der innerbetrieblichen Kommunikation und der Unternehmenskultur leisten können. Unternehmern, die ein Theater für ein maßgeschneidertes Stück engagieren wollen, rät er:

  • Schauen Sie sich vorher eine Aufführung an. Achten Sie darauf, dass die Vorführungen professionell sind. Die Inhalte dürfen nicht zu banal dargestellt werden.
  • Die Zuschauer wollen kein Lehrstück sehen. Lösungen sollen nicht vorgegeben, sondern selbst erarbeitet werden.
  • Die Personen im Stück sollten der Realität entsprechen. Klischees wiedie des skrupellosen Managers und des unterdrückten Mitarbeiters sind fehl am Platz. Menschen handeln aus vielschichtigen Motiven. Dies muss auch auf der Bühne deutlich werden.
  • Vergewissern Sie sich, dass die Theatermacher mit den Abläufen in Ihrem Betrieb vertraut sind. Nur dann können sie Ihre Mitarbeiter erreichen.
  • Treten Sie mindestens drei Monate vor der geplanten Aufführung an das Theater heran. Geben Sie dem Autor genug Zeit, sich Ihr Unternehmen anzuschauen. Lassen Sie ihn mit allen wichtigen Mitarbeitern sprechen und ihn auch an Seminaren und Betriebsversammlungen teilnehmen.
  • Achten Sie auf eine sorgfältige Nachbereitung durch den Anbieter. Ihre Mitarbeiter dürfen mit dem Stück nicht allein gelassen werden, sondern müssen sich darüber austauschen. Die Kommunikationendet nicht nach der Aufführung. Sie beginnt mit ihr.
  • Wirklich gutes maßgeschneidertes Unternehmenstheater fängt bei 20.000 Mark an. Der Endpreis hängt von der Zahl der Schauspieler, des Umfangs der Recherche, aber auch vob der Intensität der Nachbereitung ab. Improvisationstheater sind in der Regel preisgünstiger.
Georg Schreyögg/Robert Dabitz: "Unternehmenstheater: Formen, Erfahrungen, erfolgreicher Einsatz", Gabler Verlag Wiesbaden, 1999, 34,90 EUR, ISBN 3-409-11480-7

 

Für Sie gelesen
Zitate, die nie gefallen sind

Es gibt viele Besipiele für bekannte Aussprüche, die Ihre prominenten Verfasser nie so geäußert haben, wie sie gemeinhin zitiert werden:

  • "Auch du, mein Sohn Brutus": Cäsars angeblich letzten Worte wurden mit dichterischer Freiheit kolportiert. Laut Augenzeugen war der durch zahlreiche Messerstiche tödlich verletzte nicht mehr imstande, überhaupt noch etwas zu sagen.
  • "Hier stehe ich, ich kann nicht anders": Martin Luther beendete seine Verteidigungsrede auf dem Reichstag zu Worms keineswegs derart kampfeslustig. Vielmehr schloss er recht zahm mit den damals üblichen Worten: "Gott helfe mir. Amen."
  • "Ich wollte, es würde Nacht oder die Preußen kämen": Herzog Arthur Wellington sprach in der Schlacht bei Waterloo (Belgien) vielmehr: "Unser Plan ist ganz einfach: die Preußen oder die Nacht"- Seine Taktik bestand in wohlkalkuliertem Abwarten: Irgendwannn würden die Franzosen durch das ständige Anrennen gegen die keineswegs verzweifelten Engländer ermüdet sein. So geschah es auch, und die in der Nacht anrückenden, England verbündeten Preußen (unter dem Befehl Blüchers) hatten leichtes Spiel, Napoleon I. endgültig zu besiegen.
Eine ergiebige Quelle für solche "Falschmeldungen" bieten die "Lexika der populären Irrtümer":

Walter Krämer / Götz Trenkler / Denis Krämer: "Das neue Lexikon der populären Irrtümer", Eichborn Verlag, ISBN 3-8218-0587-0, 22,90 EUR