Finanzierung 13.01.2012

Betriebskostenabzug bei Angehörigen-Darlehen sichern

Darlehen von Angehörigen: So sichern Sie sich den Betriebskostenabzug

Es ist vorteilhaft, wenn Sie ein Darlehen bei einem Angehörigen aufnehmen, da so die Zinsen in der Familie bleiben und nicht an die Bank fließen. Vorsicht ist jedoch geboten, da das Finanzamt bei solchen Verträgen ganz genau hinschaut.
Der Fiskus möchte ausschließen, dass es sich nur um einen Scheinvertrag handelt, um absetzbare Zinsen zu schaffen.

Wie läuft das eigentliche mit der Anerkennung von Zinsen als Betriebsausgaben?

Ein Beispiel: Ihre Eltern leihen Ihnen Geld für den Kauf eines Hauses, in das Sie mit Ihrer Familie einziehen. In diesem Fall können Sie die Zinsen nicht von der Steuer absetzen, weil Sie das Darlehen für private Zwecke aufgenommen haben.

Anders würde es aussehen, wenn Sie sich Geld für betriebliche Zwecke leihen. In diesem Fall können Sie die Zinsen, die Sie zahlen,  absetzen. Das gilt uneingeschränkt für Darlehen zur Anschaffung von Wirtschaftsgütern. Nehmen Sie finanzielle Mittel auf, um den Kontokorrentkredit zu entlasten, liegt die Grenze bei 2.050 Euro Schuldzinsen im Jahr.

Anforderungen für den Abzug der Zinsen als Betriebsausgaben

Kommt es zu einer Betriebsprüfung, wird sich der Betriebsprüfer den Darlehensvertrag mit einem Angehörigen ganz genau anschauen. Diese Anforderungen muss der Darlehensvertrag unter nahen Angehörigen erfüllen, wenn Sie die Zinsen steuerlich geltend machen wollen.

Der Vertrag muss
  • zivilrechtlich wirksam geschlossen werden.
  • tatsächlich wie vereinbart durchgeführt werden.
  • inhaltlich sowie von der Durchführung her dem zwischen Fremden entsprechen.
Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, wird das Finanzamt Ihnen Gestaltungsmissbrauch vorwerfen und den Abzug der Zinsen als Betriebsausgaben streichen.

Da der steuerliche Abzug der Zinsen natürlich für jeden Selbstständigen interessant ist, lohnt es sich, in diesen Punkten besonders sorgfältig zu arbeiten. Schließen Sie auf jeden Fall einen schriftlichen Vertrag. Am besten machen Sie dies gemeinsam mit einem Experten, damit Sie auf der sicheren Seite sind.
Herzliche Grüße Iris Schuler
Onlineredakteurin KomMa-net.de - Unternehmensbereich
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