GmbH, Haftung und Versicherung 10.06.2010

Gut gemeint − und trotzdem draufgezahlt

Als seine GmbH in die Krise geriet, entschloss sich ein Gesellschafter-Geschäftsführer zu einem nicht alltäglichen Schritt: Er bezahlte die Nettolöhne seiner Mitarbeiter für zwei Monate aus eigener Tasche. Letztlich half das der GmbH aber auch nicht. Das Insolvenzverfahren wurde eröffnet.

Das Finanzamt nahm den Geschäftsführer persönlich in Anspruch, weil er in den beiden besagten Monaten die Lohnsteuer nicht einbehalten und ans Finanzamt abgeführt hatte. Das Finanzgericht Köln entschied genauso. Begründung: Zwar stammten die Nettolöhne aus eigenen Mitteln des Geschäftsführers. Faktisch habe er aber für seine GmbH gehandelt und deren Verbindlichkeit getilgt. Letztlich sei nur der Zahlungsweg abgekürzt worden (BFH, Urteil vom 24.02.2005, Az: 10 K 5429/00).


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